Weckruf

Weckruf
Ich gehe langsam durch die Straßen der Stadt. Mir begegnen Menschen mit düsterem Blick,
versteckt hinter den Masken, voller Angst. Nichts wahrnehmend, was um sie herum geschieht.
Sie singen noch immer das alte Lied:
Macht das, was wir euch sagen und stellt keine Fragen. Wir sind für euch da, wir reden für euch,
ihr braucht keine Stimme.
Wir haben euch die Masken und ein Leben gegeben,
von Willkür gezeichnet und von Umbarmherzigkeit geprägt. Sagt mir, wollt ihr diesen Weg?
Ich gehe weiter und mir kommt eine Frau entgegen. Den Rollator schiebend bleibt sie vor mir stehen.
Sie schaut mich an, ihre Augen strahlen. Wir beide haben uns viel zu sagen.
Unsere Herzen sind weit, wir sind schon zu zweit, die Liebe in die Welt zu tragen.
Wir singen das neue Lied:
Schaut euch an und lächelt euch zu.
Wir haben eine eigene Stimme.
Wir wollen Fragen stellen und ehrliche Antworten. Wir müssen uns nicht hinter Masken verstecken.
Dürfen bewusst sehen, was geschieht und unsere Meinung sagen.
Wir lassen die Angst nicht über uns wachsen. Uns nicht manipulieren und mundtot machen.

Wir fühlen die Liebe in unseren Herzen, das was uns alle miteinander verbindet.
Wir singen gemeinsam das Lied, das Lied der Liebe und Freiheit.
Steht auf und hört auf eure Herzen.
Die Frau geht weiter, noch ein letzter Blick. Ich fühle mich frei und voller Glück. Das Leben ist da, holt es euch zurück.
Nur gemeinsam können wir das Leben gestalten, man muss uns nicht verwalten.
Ich gehe weiter, meine Augen strahlen, ich schenke es allen, egal wer es ist und spüre,
wieviel Liebe unter den Menschen ist.
Wacht auf und seid euch eurer Kraft bewusst. Ihr habt es alle in den Händen,
euch ein neues Leben zu schenken.
Singt mit mir das Lied der neuen Zeit. Wir sind für Veränderungen bereit.
K.Morgenstern

                           Skulptur K. Morgenstern

Ein Gedanke zu „Weckruf

  1. Ein Gedicht meiner Freundin Kerstin.
    „Der Weckruf“ Das Gedicht symbolisiert die jetzige Zeit. Wachen wir auf und werfen die Masken weg. Mögen die Menschen wahrhaftig werden.
    Danke, liebe Kerstin, für deine Liebe .

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